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“‘Wellichs du tust, das wirt dich reuen.’ Strategien der Wissensvermittlung in Albrechts von Eyb Ehebüchlein

In Wissen und Geltung, edited by Benjamin Hübbe et.al. Berlin: Vandenhoeck & Ruprecht (Forthcoming)

Abstract

In  diesem Aufsatz werden die Methoden der Wissensvermittlung in einer frühneuzeitlichen Ehelehre, Albrechts von Eyb ‚Ehebüchlein’ untersucht. Dabei werden gezielt etablierte Theorien in Frage gestellt und gezeigt, wie Albrecht im Rahmen seines äußerst hybriden Florilegiums mittels verschiedener textinterner und paratextueller Strategien immer wieder versucht, das subversive Potential der einzelnen einbezogenen Texte zu reduzieren und zu ‚bändigen’. Auf struktureller Ebene vereint der Text Florilegium, Novellenbearbeitung und didaktische Abhandlung mit Versatzstücken aus theologischen und medizinischen Diskursen. Im Rahmen der unterschiedlichen Formen der Wissensvermittlung übernimmt Albrechts Sprecher-Ich jeweils unterschiedliche Funktionen und ist so beispielsweise Kompilator und Kommentator im Florilegiumsteil, Prediger im Schöpfungsteil oder Gastgeber eines performativ angelegten Hochzeitsmahles im dritten Teil des Buches. Als Analyseintrumentarium für die konkrete Untersuchung des Textes dienen sowohl Gérard Genettes Paratextmodell als auch ein modifiziertes Konzept Bachtinscher Dialogizität und Polyphonie. Doch genau wie sich das ‚Ehebüchlein’ kohärenten Kategorien und Analysen entzieht, können auch die Theoriekonzepte, wie Dialogizität und Polyphonie, immer nur partiell und in Umformung fruchtbar gemacht werden. Daher hat der Aufsatz zum Ziel diese Brüchigkeit und Heterogenität samt konkreter Strategien Albrechts, diese einzudämmen, sichtbar zu machen.


“Spinoza in Love. Reflections, Affect, and Subjectivity in the Yiddish Magelene Adaptation”

In DAPHNIS & CHLOE 43, 2015. 54-72.

Abstract

This paper explores the role of the Yiddish Magelene adaptation within the European narrative tradition. To uncover seemingly minor changes and expose the original agenda of this adaptation, this paper offers a close reading of the text through the lens of Spinoza’s Ethics suggesting that the text exhibits a more individualized worldview by offering an insight into the internal processes of the protagonists. This paper seeks to track these changes in the text’s construction of subjectivity with regard to affects and they influence activity and passivity of the characters.

Daphnis


“Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Über die Bedeutung von Reflexion und Kommunikation in der jiddischen Magelone Adaptation”

In Aschkenas 25/1, 2015. 83-96.

(German version of the prior article)

Aschkenas


“‘es wil mein namen nirgez nenen.’ Identitätskonstruktionen in der jiddischen Paris un Viene Adaption”

In Hybridität und Spiel, edited by Martin Baisch and Jutta Eming. Berlin: Akademie Verlag, 2013. 339-355.

Abstract

This paper explores the constructions and interdependencies of space and identity in Paris un’ Vienne, a so-called ‘love and adventure’ novel. The text was printed at the end of the 16th century in Italy, at that time a place where Yiddish literature was blooming for the first time.

Hybridität und Spiel


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[Mahzor, MS 384, 13v, Southern Germany around 1320; Library of the Hungarian Academy of Sciences]